GewinnspielRatgeber

Sparkasse Pay&Win im Test

Die Sparkassen Debit- oder Kreditkarte nutzen und dafür bis zu 3.000 Euro gewinnen? Die Bargeldlos-Lotterie „Pay&Win“ von der Sparkasse soll dies möglich machen. Für jede Bezahlung per Karte, Onlinezahlung oder Mobile Pay erhalten auf payandwin.de registrierte Sparkassen-Kunden eine kostenloses Reihe für die nächste Ziehung. Jede Woche am Dienstag findet eine Ziehung statt, Gewinner werden per E-Mail kontaktiert.

Im Gegensatz zu dem PS-Lotterie-Sparen der Sparkassen soll dieses Gewinnspiel gänzlich kostenlos sein. Warum dies nur begrenzt stimmt, erfahren Sie in diesem Artikel.

So funktioniert Pay&Win

Das Gewinnspiel ist exklusiv für volljährige Sparkassen-Kunden vorgesehen. Ein Girokonto bei der örtlichen Sparkasse ist also zwingend erforderlich. Außerdem nimmt nicht jede Sparkasse an dieser Aktion teil, beispielsweise können Düsseldorfer Kunden nicht teilnehmen.

Die kostenlose Registrierung erfordert die Angabe der IBAN, Karten-Nummer (zu finden auf der Rückseite der Debit- bzw. Kreditkarte), Geburtsdatum sowie das Festlegen von E-Mail-Adresse und Passwort für den Login. Dies klappt schnell und bequem. Daraufhin kann bereits das Sammeln von kostenlosen Reihen beginnen.

Jede bargeldfreie Transaktion = eine kostenlose Reihe für das Gewinnspiel (Fotoquelle: S-Payment GmbH / Youtube.com)

Für jede Transaktion per Sparkassen-Kreditkarte, Sparkassen-Girokarte, Mobiles Bezahlen (Apple Pay oder die Sparkassen-App) sowie dem eigenen Onlinezahldienst sammelt man – unabhängig von der Zahlungshöhe – eine Pay&Win-Teilnahme. Dabei erhält man eine Zahlenreihe mit sechs Zahlen zwischen 1 und 49. Es können beliebig viele Reihen gesammelt werden, sie nehmen automatisch an der nächsten Ziehung am Dienstag Abend um 18 Uhr teil.

Die Gewinnermittlung erfolgt automatisch. Wenn mindestens vier der gezogenen sechs Zahlen mit einer eigenen Reihe übereinstimmt, hat man einen Geldpreis gewonnen und erhält am Mittwoch eine Gewinnbenachrichtigung per E-Mail.

Das gibt es zu gewinnen

Bei diesem Lotterie-Gewinnspiel gibt es insgesamt drei Gewinnklassen:

  • 3. Gewinnklasse: vier richtige Zahlen, Gewinn: 5,00 Euro
  • 2. Gewinnklasse: fünf richtige Zahlen, Gewinn: 50,00 Euro
  • 1. Gewinnklasse: sechs richtige Zahlen, Gewinn: Jackpot

Der Jackpot beträgt mindestens 300 Euro und steigt jede Woche, bei dem niemand die erste Gewinnklasse trifft, um weitere 300 Euro an. Bei einer Jackpot-Höhe von 3.000 Euro ist das Maximum erreicht. Dann wird der Jackpot unter allen teilnehmenden Spielern zufällig verlost.

Ist Pay&Win seriös?

Durchgeführt wird dieses Gewinnspiel von der S-Payment GmbH, Am Wallgraben 115, 70565 Stuttgart. Sie ist ein direktes Tochter-Unternehmen der Sparkassenverbände. Aus diesem Grund würden wir das Gewinnspiel „Pay and Win“ als seriös einstufen. Das Eingeben der eigenen IBAN und Kartennummer sowie E-Mail-Adresse ist somit ohne Risiko verbunden, es handelt sich nicht um Phishing-Betrug oder ähnliches.

Lohnt sich die Teilnahme an „Pay and Win“?

Aus unserer Sicht ist die Teilnahme an Pay&Win nicht sonderlich attraktiv, dies hat zwei Gründe.

Der erste Grund ist die Gewinnchance. Man hat sich bei diesem Gewinnspiel für ein Lotterie-ähnliches Konzept entschieden und dabei auch ähnlich geringe Gewinnchancen angesetzt, allerdings sind die Gewinne vergleichsweise mager. Die Chance auf den Gewinn von 5 Euro liegt bei gerade einmal 1 : 1.147. Für die 50 Euro muss man eine Gewinnchance von 1 : 60.223 überwinden und den Jackpot gewinnt man mit einer Chance von 1 : 15,5 Millionen.

Der zweite Grund ist das Ziel des Gewinnspiels. Die Sparkasse möchte Kunden motivieren, weniger Bargeld auszuzahlen und mehr direkt mit den hauseigenen Karten zu bezahlen. Dies hat den einfachen Grund, dass Bargeldauszahlungen bis heute bei vielen Sparkassen meist völlig kostenfrei an den eigenen Bankautomaten sind. Für die bequeme Zahlung per Karte verlangen aber viele Sparkassen Gebühren („Leistungsentgelte“), die teilweise bis zu 50 Cent betragen (Beispiel Classic Konto der Stadtsparkasse Oberhausen, Leistungsentgelt für Zahlungen mit der Sparkassen-Card). Somit ist die Pay&Win-Reihe meist nicht kostenlos, sondern eben mit dieser hohen Gebühr bezahlt.

Hier sollte man generell hinterfragen, ob man sich nicht lieber ein günsteres Girokonto oder eine Kreditkarte abseits der Sparkassen anschafft, die solche Gebühren nicht erhebt. Viele Kreditkarten bieten sogar Bonusprogramme, bei denen man pro Einsatz Geld zurück erhält, beispielsweise die Payback American Express Karten. Damit gewinnt man am Ende definitiv mehr als bei Pay&Win.

Ein Gedanke zu „Sparkasse Pay&Win im Test

  • Christian Fritsch

    Ich bin seit fast einem Jahr bei Pay&Win dabei und kann die hier beschriebenen, äußerst niedrigen Gewinnchancen nur bestätigen. Ein paar Male hatte ich zwei richtige Zahlen, die einem ja fest zugeteilt werden, sodass man die Zahlen nicht selbst auswählen kann. Zumeist habe ich aber nur eine oder sogar gar keine richtige Zahl, Letzteres tritt dabei, wie wenig überraschend, am häufigsten auf, doch etwas gewinnen tut man ja erst ab vier Zahlen aufwärts. Wenn man dann noch bedenkt, wie viele Menschen dabei wahrscheinlich mitmachen, denn sämtliche Sparkassen bewerben ständig Pay&Win, so kann man von einer Konkurrenz in Millionenhöhe ausgehen. Und dann siehe man sich die Zahlen der Gewinner pro Woche an, die, nach meiner Beobachtung, zwar variieren, jedoch immer ungefähr gleich sind: Vier richtige Zahlen (5 Euro Gewinn) erreichen im Schnitt 1.000 bis maximal 1.300 Menschen, bei fünf richtigen Zahlen (50 Euro Gewinn) landen zumeist nur um die 25 bis 50 Menschen und den Jackpot bekommt, wenn überhaupt, immer nur einer. Dass es zeitgleich zwei Gewinner des Jackpots gibt, welche sich den Hauptgewinn dann schmerzlich teilen müssen, habe ich jedenfalls noch nie erlebt. Und dass immer ungefähr die gleiche Anzahl an Menschen vier oder fünf richtige Zahlen aufweist, ist für mich persönlich äußerst merkwürdig.

    Das Dumme an der ganzen Sache ist ja auch, dass das Mitspielen zwar theoretisch kostenlos ist, aber um mitmachen zu können, muss man ja erst mit seiner Sparkassen-Karte etwas kaufen, da der Sparkassen-Verband schließlich das Ziel besitzt, dass möglichst wenige Menschen mit Bargeld bezahlen, wo die Sparkassen doch bei einer jeden elektronischen Abbuchung etwas dran verdienen. Jetzt stelle man sich aber mal vor, ich kaufe im Supermarkt für 50 Euro Lebensmittel ein und gewinne dann 5 Euro durch vier richtige Zahlen bei Pay&Win, dann besäße ich immer noch einen Verlust von 45 Euro. Lohnen tut sich das also in der Theorie erst, wenn man nur etwas sehr Günstiges von unter 50 Euro extra mit seiner Sparkassen-Karte bezahlt, woran die Sparkasse wieder verdient, und dann mindestens fünf oder sogar sechs richtige Zahlen für 50 Euro oder gar für den Jackpot in Höhe von mindestens 300 Euro erhält, doch ist diese Wahrscheinlichkeit, wie ja auch in diesem Artikel mit hilfreichen Zahlen gut belegt, extrem gering. Wie bereits erwähnt, spiele ich schon seit fast einem Jahr mit und hatte maximal, wenn überhaupt, zwei richtige Zahlen, sodass mir immer mindestens zwei weitere richtige Zahlen fehlten, um wenigstens einen Gewinn von lausigen 5 Euro einzustreichen. Und wenn ich dann berechne, wie viel ich seit Beginn meines „Spielens“ ausgegeben habe, würde selbst der Hauptgewinn von maximal 3.000 Euro kaum noch ins finanzielle Gewicht fallen, sodass ich selbst dann vielleicht noch immer, bei einer Gesamtbetrachtung des bis dahin gemachten Einsatzes, einen möglicherweise nicht gerade geringen Verlust gemacht haben könnte, trotz Knacken des Jackpots.

    Klar, wer es gar nicht erst versucht, der kann nicht gewinnen, daher lasse ich die Sache weiterhin laufen, denn Kunde bei der Sparkasse war ich sowieso schon immer und im Gegensatz zu den Angaben im Artikel bezahle ich selbst mit meiner Kontovariante keinerlei Gebühren für Leistungsentgelte, dafür muss man dann eben die monatlichen Kontoführungsgebühren in Kauf nehmen, aber gelohnt hat es sich bei mir bisher noch gar nicht und ich denke, so wird es wohl fast allen Menschen gehen, die bei Pay&Win ihr hier definitiv äußerst niedrigschwelliges Glück versuchen.

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